Dokumentation der Zwischenbilanz

Die Dokumentation der Zwischenbilanz vom 22. November 2016 liegt vor. Enthalten sind neben den Beiträgen für einen Zusammenhalt im Quartier von Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks, Prälat Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbands, und Ulrich Lilie, Präsident von Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband, Berichte aus der Praxis an den Pionierstandorten, Einordnungen auf Landes- und Diözesanebene sowie Reflexionen aus wissenschaftlicher Perspektive.


Kirche findet Stadt hatte diese Befunde im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in Berlin in einer öffentlichen Zwischenbilanz etwa 100 Teilnehmenden vorgestellt.

 

Dabei unterstrich Bundesministerin Hendricks die gewachsene Bedeutung der Kirchen und Verbände als starke Partner und aktive Gestalter bei der Stadtentwicklung: „Die Kirchen besitzen ein großes Vor-Ort-Wissen über die Chancen und Probleme der einzelnen Stadtviertel. Und dennoch haben wir die Kirchen in der Vergangenheit zu wenig als Akteure der Stadtentwicklung angesehen – und sie selber haben sich auch nicht immer als solche empfunden.“ Gesellschaftlicher Zusammenhalt gehe nur „gemeinsam“. Mit Kirche findet Stadt hätten sich Kirchen und ihre Verbände auch in der gelebten Ökumene als "starke, verlässliche und bundesweit vertretene Projektträger" erwiesen.

  • Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks
  • Im Publikum (v.l.n.r)Im Publikum (v.l.n.r)
  • Thementisch bei der ZwischenbilanzThementisch bei der Zwischenbilanz
 

Caritas-Präsident Neher forderte die Kirchengemeinden und Wohlfahrtsverbände auf, sich verstärkt abzustimmen und in die Diskussion über die Entwicklung von Stadtquartieren einzubringen. Mit ihren sozialen und kirchlichen Liegenschaften und dem damit verbundenen Gestaltungsspielraum können sie wichtige Funktionen als Ankerpunkte im Quartier einnehmen, z.B. in den Bereichen Bildung, Kinder, Jugend, Familie, Alter, Inklusion, Zuwanderung, Gesundheitsförderung, Mobilität und Besondere Lebenslagen. Der Bedarf an integriertem kommunalem Handeln erfordere verbindliche Anlaufstellen in den einzelnen Orts- und Stadtteilen.

 

Diakonie-Präsident Lilie bezeichnete funktionierende Nachbarschaften als eine der besten Präventionsstrategien für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Kirchen und ihre Verbände müssen sich daher verstärkt als "soziale Anker für integriertes, Sektoren übergreifendes und kooperatives Handeln" begreifen und dies einüben. Mit Kirche findet Stadt würden diese Potenziale in Stadtentwicklung und Wohnungspolitik gehoben, dies sei aber noch ausbaufähig. Auch kirchliche Wohnungsunternehmen sollten an Bedeutung gewinnen. Quartiersbezogenes kooperatives Handeln, z.B. bei neuen Wohnformen zur Gestaltung des demografischen Wandels, werde hier bereits experimentiert.

 

Für die zentrale Frage, wie wir zusammenleben wollen, die die nächsten Jahre weiter prägen wird, gilt es von Seiten der Politik einen institutionalisierten Austausch zu entwickeln. Für eine Integration im Quartier bleiben die Wohlfahrtsverbände der Kirchen auch in Zukunft gerne konstruktiv und kritisch im Gespräch.

 

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