Praxis vor Ort - Pionierstandorte

Die Erprobung von Entwicklungspartnerschaften unterschiedlicher Akteure vor Ort, die mit Kirche findet Stadt seit 2011 aufgebaut wurden, hat große Potenziale für die Stabilisierung und Verbesserung der Lebensqualität in den Stadtteilen und Quartieren aufgezeigt. Hier geht es um soziale Daseinsvorsorge als Querschnittsaufgabe, die an Haltung und Selbstverständnis von Institutionen und den in ihnen agierenden Menschen ansetzt und zunehmend neue, andere Kommunikationsstrukturen für die Vermittlung benötigt.

 

In den Wohlfahrtsverbänden findet derzeit ein Umsteuern statt, das mit den Konzepten „Sozialraumorientierung der Caritasarbeit“ und „Gemeinwesendiakonie“ die Öffnung des kirchlich-verbandlichen Engagements in das Gemeinwesen, den Nahraum stärker in den Mittelpunkt rückt. Mit der Erprobung neuer Kooperationsformen sollen bewährte Arbeitsprinzipien und fachliche Professionalität für neue Zusammenhänge und Allianzen gewonnen werden. So entwickeln sich „Erfahrungsräume“ vor Ort, die für die weitere Überzeugungsarbeit, auch gegenüber erforderlichen Innovationen im institutionellen Rahmen, notwendig sind. Zielgruppen und Sektoren übergreifendes Handeln und das Bündeln finanzieller und immaterieller Ressourcen unterschiedlichster Art und Reichweite ist eine institutionelle Innovation, die sich auch in der Umsetzung der Prinzipien integrierter Stadtentwicklung als komplex erweist.


Im Frühsommer 2015 wurden bundesweit Standorte identifiziert, an denen kirchliche Initiativen und Träger, Kirchengemeinden und Wohlfahrtsverbände ihre Potenziale in innovativer Weise in die Stadtentwicklungspolitik einbringen. Damit rückt die Zukunftsfähigkeit ganzer Quartiere oder Dörfer in den Fokus kirchlich-verbandlichen Handelns.

 

Mit einer vielfältigen Auswahl von 18 beispielhaften kirchlich-verbandlichen Pionierstandorten guter Praxis im Quartier, die vertieft begleitet und beraten werden, sollen Wissensaustausch und Vernetzung sowie eine größere öffentliche Debatte erreicht werden. 

 

Die Pionierstandorte identifizieren Schnittstellen zwischen sozial- und stadtentwicklungsrelevanten Ansätzen und bringen innovative Handlungsansätze und Erfahrungen bei der Umsetzung in thematische Transferwerkstätten ein.

Diese „Koproduktion von Gemeinwohl“ soll an den Pionierstandorten in vier Innovations- und Experimentierfeldern mit Hilfe der Multiplikatoren in den Landeskirchen, Bistümern und Landes-, Diözesan-, und Fachverbänden geschärft und qualifiziert werden. Die vier Felder sind:

Wohnen und Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung; Generationenübergreifendes Zusammenwohnen; Zentren und Orte der Begegnung und Integration; Gesundheitsförderung, Prävention und Inklusion

 

Weitere kirchlich-verbandliche Initiativen, die sich mit den Zielen von Kirche findet Stadt identifizieren und Interesse an weiteren Informationen haben, können sich für die KfS-Rundmail registrieren. Für weitere Fragen und Anregungen steht das KfS-Team in den Bundesverbänden bzw. die Transferstelle zur Verfügung.

 

Mehr zu:

Wohnen und Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung »

Generationenübergreifendes Zusammenleben »

Zentren und Orte der Begegnung und Integration »

Gesundheitsförderung, Pflege und Inklusion »

 

Überblick über die Pionierstandorte (pdf) »