Essen-Südostviertel

Wir vor Ort – Gemeinsam für ein lebenswertes Südostviertel

     

katholisch

 

„Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, die Lebenssituation der Bürgerinnen und Bürger in diesem Wohnviertel zu verbessern, die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger zu stärken, soziale Netze auf- und auszubauen, insbesondere benachteiligte Bevölkerungsgruppen bei der Alltagsbewältigung zu unterstützen, interkulturelle Konflikte zu bearbeiten und den Gemeindeaufbau durch Wahrnehmung des caritativen Auftrages zu stärken.“ (Zitat aus dem Kooperationsvertrag)


Den organisatorischen Rahmen aller Projekte bildet ein erstmals im Jahr 2000 geschlossener Kooperationsvertrag zwischen der Bürgerinitiative Südostviertel, der Gemeinde Heilig Kreuz, dem Jugendamt der Stadt Essen und dem Caritasverband für die Stadt Essen; die Allbau AG, eine ortsansässige Wohnungsbaugesellschaft, ist dem Verbund im Jahr 2004 beigetreten.

 

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Die Anfänge der Zusammenarbeit im Essener Südostviertel und des Miteinanders verschiedener Kräfte, denen die Lebensqualität der hier wohnenden Menschen ein Anliegen ist, reichen zurück ins Jahr 1995. Probleme bei der Integration einer größeren Gruppe libanesischer Asylbewerber(innen) hatten zu Nachbarschaftskonflikten geführt und waren Anlass für den damaligen Pfarrer der Franziskanergemeinde Hl. Kreuz und eine im Viertel ansässige Ratsfrau des Essener Stadtteilrates, sich mit den libanesischen Mitbürgern und anderen Bewohnern des Viertels zusammenzusetzen und eine Lösung zu finden.

Andere „Baustellen“ im Viertel, deren sich die Bürgerinitiative Südostviertel e.V. in ihrer Anfangsphase annahm, waren die Neu- und Umgestaltung von Spielplätzen und des Schulhofs der Grundschule, das Marktplatzcafé im Bauwagen und die Einrichtung einer Spieletonne. Die Verflechtung derartiger bürgerorientierter Aufgaben mit den Arbeitsbereichen und Zuständigkeiten städtischer und kirchlicher Einrichtungen (z.B. Jugendamt und Caritas), aber auch mit der Wohnungswirtschaft (Allbau AG) ließen den Kreis der institutionellen Beteiligten wachsen und verschaffen dem Ansatz „Wir vor Ort – Gemeinsam für ein lebenswertes Südostviertel“ eine breite Grundlage für die Verfolgung verschiedener Projekte.

Die Bürgerinitiative lädt regelmäßig zur Stadtteilkonferenz ein, in der viele weitere Akteure aus dem Stadtteil und darüber hinaus vertreten sind.

 


„Die Gemeinde hat seinerzeit gedacht, warum sollen wir leere Räume verwalten?“  Mitglied des Gemeinderates

„Der Bischof begründet das damit, dass wir uns in den Stadtteil hinein geöffnet haben und dieses diakonische Prinzip sehr intensiv vorantreiben. … das ist eine Bereicherung, hat der Bischof gesagt. … Wir sind bekannt wie ein bunter Hund.“ Pastor




Aktivitäten

Die Franziskanergemeinde stellt der Bürgerinitiative Räumlichkeiten für regelmäßige Aktivitäten und Projekte zur Verfügung. Fast allen Aktivitäten gemeinsam ist das Bemühen, die gesamte Lebenssituation der Menschen im infrastrukturschwachen Südostviertel zu verbessern. So gibt es seit 1999 ein Mittagstischangebot, das sich ausdrücklich auch als Kommunikationsangebot versteht. Weil auch die Essener Tafel mit im Boot ist, können Menschen aus dem Viertel seit 2002 sogar zweimal in der Woche gut und günstig essen und miteinander über ihren Alltag ins Gespräch kommen. Bei den meisten Besuchern steht längst nicht mehr der günstige Preis im Vordergrund. Noch lange nach dem Essen wird in Gruppen und Grüppchen geschwatzt.

Ebenfalls in den Räumen der Gemeinde werden zweimal pro Woche Lebensmittel verteilt und können im Second-Hand-Laden „Schöner Schick und mehr“ sehr günstig Textilien, Schuhe und kleinere Haushaltswaren erworben werden. Wöchentlich nutzen bis zu 50 Personen das Angebot.

Im „Storp9 - Haus für Kultur und Bildung“, das im Jahr 2005 als Projektstandort für das Südostviertel eröffnet wurde, findet jeden Donnerstag (Markttag) ein Marktcafé statt, das ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen aus der Gemeinde und der Bürgerinitiative bewirtschaftet wird (www.storp9.de). Obwohl die Zahl der Stände auf dem Markt zurückgeht, konnten die Besucherzahlen des Cafés konstant gehalten werden (etwa 40 pro Woche).


Perspektiven

Neben der langfristigen Etablierung der bestehenden unterstützenden Angebote im Südostviertel wird es in Zukunft verstärkt darum gehen müssen, ein besonderes Augenmerk auch auf die Lebenssituation der oftmals vereinsamten älteren Menschen im Viertel zu richten. Dazu bedarf es weiterhin vieler Ehrenamtlicher, die sich für bestehende und neue Projekte zu engagieren bereit sind. Gut vorzeigbare Erfahrungen mit den laufenden Projekten helfen dabei, solche zusätzlichen Unterstützer(innen) zu finden.

   

Verantwortlich:

Bürgerinitiative Südostviertel e.V./Franziskanergemeinde Hl. Kreuz
Pater Georg Scholles OFM
45139 Essen
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.ehrenamt-caritas-essen.de/131.html


Kooperationspartner:

  • Caritasverband für die Stadt Essen e.V.

  • Allbau AG

  • Stadt Essen Jugendamt

  • Jugendhilfe Essen gGmbH

Räumliche Ebene:

Quartier

 

Einwohnerzahl:

Essen: 570.000
Südostviertel: 11.400 (5.326)

Themenbereiche:

  • (Benachteiligte) Menschen im Stadtteil

  • Kinder und Jugendliche

  • Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

Handlungsfelder:

  • Alltagsbewältigung benachteiligter Bewohner im Quartier

  • Förderung von Selbsthilfe / Selbstorganisation und Nachbarschaftshilfe

  • Bildung und Kultur