Düsseldorf-Flingern

Stadtteilladen Flingern

     

evangelisch

 

logoDer Stadtteilladen Flingern ist eine gemeinwesenorientierte Einrichtung mit den Schwerpunkten Familienbildung und -beratung, Begegnung und Freizeit, Integration und Interkulturelle / interreligiöse Bildung. Zielgruppen sind alle Bewohner/innen des Stadtteils, ohne Ansehen von Religion, Alter, Geschlecht, Herkunft oder Hautfarbe.

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Flingern-Süd ist ein Stadtteil Düsseldorfs, der sich durch überdurchschnittlich hohe soziale Belastungen vom städtischen Gesamtbild abhebt. Hohe Anteile von Bewohnern mit Zuwanderungsgeschichte, überwiegend muslimischen Glaubens, sowie solcher mit ALG-II-Bezug oder Minimalverdienst bilden eine brisante, häufig durch gegenseitiges Misstrauen, Diskriminierung und Abgrenzungswunsch gekennzeichnete Mischung. Diakonie und Kirchengemeinde haben einen Neuansatz kirchlich-diakonischen Handelns entwickelt, mit dem eine Öffnung zum Stadtteil architektonisch und inhaltlich umgesetzt wird. Gemeinsame Aktivitäten bringen unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen zusammen und beziehen die verschiedenen Fachdienste der Diakonie und anderer Träger bei der Problemlösung vor Ort ein.

Als Impulsgeber und vernetzende Einrichtung bildet der Stadtteilladen Flingern das Kernstück des Konzepts. Hier kommen Mitglieder der Kirchengemeinde, türkisch- oder arabischstämmige Mütter aus Eltern-Kind-Gruppen oder Senior/innen aus der Nachbarschaft bei gemeinsamen Singfesten, interreligiösen Gesprächsabenden oder auch einem gemeinsamen Iftar zusammen. Hier sind alle Bewohner/innen des Stadtteils zur Teilhabe und Mitgestaltung des Sozialraums eingeladen. Die Herausforderung besteht darin, Grenzen kultureller, religiöser und bildungsbedingter Art zu überwinden und Gemeinsamkeiten herauszustellen, gleichzeitig aber die eigene Identität und Besonderheit zu bewahren und bewahren zu lassen. So kann das gelingende Zusammenleben in diesem Quartier modellhaft für andere Stadtbezirke mit ähnlicher Bevölkerungsstruktur wirken.

 


„Ich denke, Stadtteil und Gemeinde haben eine gute Vernetzungsfläche. Wir haben viele ältere Menschen in der Gemeinde und erhalten in der Zusammenarbeit mit dem Stadtteilladen der Diakonie die Chance, Menschen dieses Stadtteils zusammenzubringen, die sich sonst nicht begegnen würden.“

Pfarrerin Maike Neumann, Ev. Christuskirchengemeinde


 

Aktivitäten

  • Regelmäßige Veranstaltungen zu interreligiösen Themen/Fragestellungen;
  • Heranführung von Familien mit Migrationshintergrund und solchen mit niedrigem Bildungsstand an Bildungskonzepte, Erziehungs- und Wertevorstellungen;
  • Gemeinsames Begehen religiöser Feiern (Fastenbrechen, Erntedank);
  • Wahrnehmung und Achtung eigener und fremder Kulturschätze;
  • Unterstützung von Bürgerinitiativen und Gründungen von Migranten-Selbstorganisationen;
  • Heranführung von Fachdiensten der Altenarbeit an Senior/innen mit Migrationshintergrund

 

Perspektiven

Der Standort bietet ungezählte Möglichkeiten der Kooperation, so dass noch viele Projekte entstehen können. Die Zuwanderung von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, von Christen und Nicht-Christen, ist ungebremst. Gleichzeitig werden soziale Unterschiede in Flingern zunehmen. Schon jetzt hebt sich der arme Süden des Stadtteils deutlich vom angesagten, kreativen nördlichen Teil ab. Dies birgt zum einen Konfliktstoff, aber auch Chancen neuer gegenseitiger Befruchtung; vorausgesetzt, die Ressourcen, die Kraft und Begeisterung für diese Art kultureller Brückenfunktion ist (weiterhin) vorhanden.

   

Verantwortlich:

Diakonie Düsseldorf
Thorsten Nolting
Christel Powileit
Platz der Diakonie 2a
40233 Düsseldorf
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.diakonie-duesseldorf.de


Kooperationspartner:

  • Ev. Christuskirchengemeinde

  • Einrichtungen, Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen aus dem Stadtteil

  • Landeshauptstadt Düsseldorf

     

Räumliche Ebene:

Quartier

Einwohnerzahl:

Düsseldorf: 588.200 
Flingern: 9.600

Themenbereiche:

  • (Familien-) Bildung vor Ort

  • Inklusion und Integration
  • Generationengerechte und familiengerechte Nachbarschaft

Handlungsfelder:

  • Alltagsbewältigung benachteiligter Bewohner im Quartier

  • Förderung von Selbsthilfe / Selbstorganisation und Nachbarschaftshilfe

  • Interreligiöser Dialog