Leverkusen-Manfort

Manforter Laden – Quartierszentrum für frühe Hilfen

     

evangelisch

 

logoDie Unterstützungsangebote im Quartierszentrum „Manforter Laden“ richten sich vor allem an Eltern mit kleinen Kindern. Mit einem telefonischen Besuchsdienst betreuen geschulte und supervidierte Kräfte ehrenamtlich Bewohner/innen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. An mehreren quartiersbezogenen Standorten sind qualifizierte Ehrenamtliche beratend und präventiv in der Schuldnerbetreuung tätig.

 

Das Diakonische Werk des Kirchenkreises Leverkusen ist dem Ansatz der Gemeinwesen- und Sozialraumorientierung als Querschnittsaufgabe verpflichtet. Dies gilt besonders in „Stadtteilen mit besonderem Erneuerungsbedarf“, zu denen auch Manfort zählt. Neben den Regelangeboten gibt es eine Reihe von Querschnitts- und Projektvorhaben, z.B. in der Kinder- und Jugendhilfe oder in der Schuldner- und Insolvenzberatung. 

 

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Der „Manforter Laden“ dient als Quartierszentrum in einem sozialen Brennpunkt von Leverkusen. Hier finden vor allem „erschöpfte“ Familien mit kleinen Kindern Unterstützung und Beratung in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Das vom Diakonischen Werk getragene und mit städtischen Mitteln geförderte Zentrum ist Teil eines örtlichen Netzwerks an sozialen Unterstützungsangeboten. Es ist zugleich einer der Ausgangs- und Bezugspunkte für einen altersgerechten Quartiersentwicklungsprozess entsprechend dem Ansatz „WohnQuartier4“, den das Diakonische Werk gemeinsam mit der Stadt Leverkusen und anderen örtlichen Akteuren in Gang gesetzt hat.

Das Projekt „Telefonischer Besuchsdienst“ zur sozialen Betreuung ans Haus gebundener Senior/innen, das gemeinsam mit der Ev. Kirchengemeinde in Rheindorf angeboten wird, wird aus dem Programm „Soziale Stadt" gefördert; die Erweiterung zum „Servicepoint“ ist mit einem Qualifizierungsprojekt verbunden, für das im Rahmen des Programms BIWAQ ein Förderantrag gestellt wurde.

So genannte „Finanzcoaches“ sind in Kindertagesstätten, Familienzentren und Seniorenbegegnungsstätten ehrenamtlich in der Schuldnerberatung tätig. Sie wurden über ein differenziertes Schulungsangebot auf diese Beratungs- und Präventionsarbeit vorbereitet.

 


 „Wir haben festgestellt, dass bei älteren und behinderten Menschen, die nicht so oft aus ihrer Wohnung kommen, ein sehr hoher Gesprächsbedarf besteht. Die Leute freuen sich über einen regelmäßigen Anruf, der sie aus ihrer Einsamkeit holt und ein Stück Verlässlichkeit bietet. Unser Ziel ist es, den Lebensmut und die Lebensfreude zu stärken und dem Leben einen neuen Sinn zu geben.“
Benita Zapf-Mankel, Pfarrerin der Ev. Kirchengemeinde Rheindorf, über den Telefonischen Besuchsdienst Rheindorf


 

Aktivitäten

Die Familienberatung wird zumeist in Verbindung mit niedrigschwelligen Angeboten der Kinder- und Jugendbetreuung (Krabbelgruppen, Bastelstunden) an die Familien herangetragen und erfolgt auf Wunsch, bei Bedarf aber auch in aufsuchender Form. Der „Telefonische Besuchsdienst Rheindorf“ wird als Ehrenamtsprojekt betrieben. Hierfür geschulte Bürger/innen setzen sich regelmäßig telefonisch mit Menschen (zumeist im Seniorenalter) in Verbindung, die aufgrund ihrer Mobilitätseinschränkung ans Haus gebunden sind.

Die ebenfalls ehrenamtlich von qualifizierten Kräften angebotene Schuldner- und Insolvenzberatung erfolgt bewusst im Kontext vorhandener sozialer Dienstleistungseinrichtungen, um den betroffenen Familien oder Einzelpersonen einen direkten und niedrigschwelligen Zugang zu den Beratungsleistungen zu ermöglichen.

 

Perspektiven

Mit dem „Manforter Laden“ als ein Bezugspunkt wird ein Quartiersentwicklungsprozess gemäß dem von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe entwickelten Ansatz „WohnQuartier4“ begonnen, bei dem das Diakonische Werk des Kirchenkreises Leverkusen intensiv mit der Stadt Leverkusen sowie anderen örtlichen Akteuren kooperiert.

Der „Telefonische Besuchsdienst“ wird weiterentwickelt zu einem Servicepoint, d.h. zu einer zentralen Anlaufstelle für Dienstleistungs- und Betreuungsangebote „rund ums Alter“. Das Angebot soll mit unterschiedlichen Partnern in den Quartieren auf andere Stadtteile und die Nachbarkommunen ausgeweitet werden.

Das Regelangebot „Finanzcoaches“ wird jetzt ergänzt durch das ebenfalls ehrenamtlich unterstützte Projekt „Finanzscout“, mit dem Schuldenprävention zum Thema an weiterführenden Schulen gemacht werden soll.

   

Verantwortlich:

Diakonisches Werk des Kirchenkreises Leverkusen
Hans Höroldt
Otto-Grimm-Straße 9
51373 Leverkusen
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.diakonie-leverkusen.de


Kooperationspartner:

  • Stadt Leverkusen

  • Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.

Räumliche Ebene:

Quartier

Einwohnerzahl:

Leverkusen: 160.000  
Manfort: 6.100

Themenbereiche:

  • Kinder und Jugendhilfe

  • Ehrenamtsarbeit
  • Schuldnerberatung

Handlungsfelder:

  • Unterstützung für Familien mit kleinen Kindern im Nahbereich

  • Orientierungshilfe in Sachen Schuldnerberatung

  • Hilfe und Begleitung für ältere Menschen im Quartier