Hamburg-Osdorfer Born

Bürgerhaus Bornheide am Osdorfer Born

     

evangelisch

 

logoIn der Hochhaussiedlung Osdorfer Born im Westen Hamburgs fehlt ein zentrales soziales Begegnungs- und Beratungszentrum. Nach Jahren der Planung für ein Bürgerhaus in der Trägerschaft des Diakonischen Werkes haben im März 2012 die Bauarbeiten begonnen. Die Vielfalt der Nutzer wird ein Garant für einen hohen sozialen und institutionellen Vernetzungsgrad im Stadtteil sein.

 

Das Diakonische Werk Hamburg West/Südholstein hatte im Jahr 2009 in Zusammenarbeit mit der Maria-Magdalena-Kirchengemeinde und den Stadtteildiakonen für Lurup/Osdorfer Born sowie Sülldorf/Iserbrook als Experten vor Ort ein Konzept für die Trägerschaft des geplanten Bürgerhauses am Osdorfer Born entwickelt. Mitte 2010 erhielt es vom Bezirk Altona, wie vorgeschlagen, die Trägerschaft für das in Planung befindliche Bürgerhaus. Die Fertigstellung ist für Ende 2012 geplant. Die Umbaukosten für Gebäude und Freigelände (ca. 5 Mio. €) tragen das Bezirksamt Altona und die Stadt Hamburg, die späteren Betriebskosten sollen aus den Mieteinnahmen erwirtschaftet werden.

 

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Das Bürgerhaus entsteht auf dem 25.000 m² großen Gelände der leer stehenden Grundschule Barlsheide, wo das derzeitige Haupthaus (3.900 m²) und die fünf Schulpavillons (à 500 m²) entsprechend den Nutzungsanforderungen der späteren Mieter umgebaut werden sollen. Das Haupthaus soll zur zentralen kommunikativen Schnittstelle werden mit einem Stadtteilbüro und Café als zentralem Treffpunkt des Zentrums sowie einem großen Bürgersaal mit Theaterbühne für 200 Besucher/innen.

In der Planungsphase ist eng zwischen Stadtteildiakonie und Bürgerbeteiligungsgremien des Stadtteils („Borner Runde“, „Bürgerhaus AG“) kooperiert worden, damit in der Prozessentwicklung zum Bürgerhaus die Bürgerwünsche größtmögliche Berücksichtigung finden konnten. Diesem Ziel diente auch eine zusätzliche Befragung (Projekt „Bürger für das Bürgerhaus“). Die Stadtteildiakonie koordiniert sich mit den Einrichtungen des Stadtteils durch Teilnahme an Stadtteilkonferenzen und deren Arbeitsgruppen. Sie leitet auch das bestehende Stadtteilbüro und dessen inhaltliche und organisatorische Überführung in das neue Zentrum mit seinen erweiterten Aufgabenstellungen; auch dies wiederum unter Berücksichtigung der Nutzer-Interessen.

 


„Das Bürgerhaus ist wichtig. Damit die Menschen rauskommen aus ihren Wohnungen, sonst droht die Vereinsamung.“
Maria Meier-Hjertqvist, Sprecherin des Quartierbeirats „Borner Runde“


 

 

Aktivitäten

Über mehrere Jahre war diakonisches Wirken darauf gerichtet, die Idee eines Stadtteilzentrums auf eine breite Basis zu stellen und die Interessen der Bürger/innen und das gewünschte Angebot eines solchen Zentrums in die sich konkretisierenden Planungen einzubringen. Der Netzwerkaufbau für Diskussion und Kooperation war, die Pflege aufgebauter Strukturen bleibt eine Daueraufgabe. Das Bürgerhaus wird Anlaufstelle und Betreuungsort für vielfältige diakonische Dienstleistungen im Stadtteil sein. Der große Bürgersaal, ein Musik- und Bewegungsraum sowie Kursräume sollen den Menschen des Stadtteils zur Verfügung stehen. Gemeinsam mit der Stadtentwicklungsgesellschaft STEG und der Stadtteildiakonie werden die 16 Einrichtungen, die in das Bürgerhaus einziehen werden, durch eine Konzeptgruppe auf eine kooperative Zusammenarbeit vorbereitet.

 

Perspektiven

Durch die Aktivitäten der Stadtteildiakonie erhält Kirche im Stadtteil eine hohe Präsenz und übernimmt eine entscheidende Rolle bei der Ausgestaltung von Entwicklungsprozessen im Stadtteil. Christliche Wert- und Normvorstellungen können hierbei eingebracht werden und Kirche kann in einen aktiven Dialog mit den Menschen im Stadtteil treten. Vor allem eröffnet sich hierdurch eine Basis für einen interkulturellen und interreligiösen Dialog: durch die Erarbeitung gemeinsamer Zielsetzungen für das Handeln im Stadtteil. Kirche hat hier, obwohl sie im Osdorfer Born über geringe eigene materielle Ressourcen verfügt, die Möglichkeit, sich als wesentlicher Akteur für die Gestaltung der Entwicklungsprozesse im Stadtteil einzubringen.

 

Bürgerhaus Bornheide eingeweiht

Unter großer Beteiligung von Bürgern, Stadtteilinitiativen, politischen und kirchlichen Vertretern wurde das umfangreichste Bürgerhaus in Hamburg am 14. September 2013 eingeweiht. Nach zwölfjähriger Planung und fast zweijähriger Bauzeit öffnete das Bürgerhaus in dem Ensemble auf dem 24.500 Quadratmeter großen Grundstück seine Pforten.

„Das Projekt ist ein Musterbeispiel dafür, wie von Anfang an alle Akteure zusammengearbeitet haben“, freute sich Oda Scheibelhuber vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Die Abteilungsleiterin für Stadtentwicklung dort war aus Berlin zur Einweihung angereist und betonte: „Der Bund hat das Projekt mit dem Städtebauförderungsprogramm unterstützt, weil alle Ebenen der Verwaltung sich im Stadtteil an einen Tisch gesetzt und fächerübergreifend alle Belange des Stadtteils einbezogen haben. Dafür zolle ich Ihnen großen Respekt.“

Als stadtteilkultureller Treffpunkt, als ein Ort der Bildung und als Anlaufpunkt für Beratung und unterschiedliche Lebenslagen ist das Bürgerhaus Bornheide das wichtigste Vorhaben der Quartiersentwicklung im Osdorfer Born. Der Stadtteil verfügt damit über einen Ort, an dem Engagement, Selbständigkeit und Kreativität der Bewohner und Bewohnerinnen befördert werden. Mit einem Bürgersaal, Seminarräumen und Café für selbst organisierte Veranstaltungen. Das Stadtteilbüro und die Borner Runde, das Bürgerbeteiligungsgremium am Osdorfer Born, haben hier ihr Zuhause. Jutta Blankau, Präses der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in der Freien und Hansestadt Hamburg, zeigte sich bei der Eröffnung beeindruckt von dem Bürgerhaus, das weiträumig zwischen Bäumen und einem Bürgerpark angelegt ist. Ab jetzt gehe es darum, die neue Stadteilinfrastruktur anzunehmen, so Blankau. Dass dies gelingt, ist sich Dr. Frank Toussaint vom Bezirk Altona sicher: „Die Initiativen im Osdorfer Born haben der Bezirksversammlung viele Anstöße für ihr Quartier gegeben und das Bewusstsein für Orte wie den Osdorfer Born gestärkt“, sagte der Vorsitzende der Bezirksversammlung Altona anerkennend.

 

Bericht über die Einweihung als pdf »

   

Verantwortlich:

Diakonisches Werk Hamburg West/ Südholstein
Stadtteilbüro Osdorfer Born
Roland Schielke
Kroonhorst 11
22549 Hamburg
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.buergerhaus-bornheide.de


Kooperationspartner:

  • Einrichtungen aus dem Stadtteil
  • Bürgerbeteiligungsgremien, (Borner Runde, Bürgerhaus AG)
  • STEG Stadtentwicklungsgesellschaft
  • Maria-Magdalena-Kirchengemeinde
  • Bezirk Altona

 

Räumliche Ebene:

Quartier

 

Einwohnerzahl:

Hamburg: 1.800.000 
Osdorfer Born 12.000

 

Themenbereiche:

  • Kirche im Stadtteil
  • Interreligiosität
  • Sozialräumlichkeit

 

Handlungsfelder:

  • Bürgerbeteiligung
  • Inklusion
  • Vernetzung sozialer Einrichtungen

 

Materialien:

Bericht über die Einweihung des Bürgerhauses als pdf