Hildesheim-Nordstadt

zeitreich – ökumenische Nachbarschaftshilfe plus Kooperationsnetzwerk

     

ökumenisch

 

logoDie ökumenische Nachbarschaftshilfe zeitreich ist im Aufbau von ehrenamtlichen Strukturen, die die Mitbestimmung und Beteiligung von Menschen aus dem Stadtteil als wichtigstes Gut ansieht. Menschen sollen sich in einer sinngebenden Tätigkeit für sich und andere erfahren und ihre Talente einbringen können.

 

Im Hildesheimer Norden sind die Stadtteile Drispenstedt, Fahrenheit und Nordstadt stadtpolitisch als soziale Brennpunkte benannt. Der Anteil ausländischer Mitbürger/innen an der Bevölkerung ist mit 18,2 % (Nordstadt) und 14,6 % (Drispenstedt) gegenüber 7,87 % in ganz Hildesheim signifikant hoch. Hinzu kommt ein ebenfalls hoher Anteil an Aussiedlerfamilien. Viele Kinder leben in sozial benachteiligten Familien und/oder mit nur einem Elternteil. Ältere Menschen, die im Stadtteil verblieben sind, müssen vielfach mit einem sehr geringen Einkommen auskommen. Diakonisch orientierte Nachbarschaftshilfe leistet Unterstützung für Menschen in praktischen und seelsorgerlichen Bedarfssituationen; sie wirkt für Hilfesuchende wie Hilfegebende den Vereinzelungstendenzen im städtisch geprägten Gemeinwesen entgegen. Ziel einer diakonischen Nachbarschaftshilfe ist die Schaffung von Möglichkeiten der gegenseitigen Hilfe, Begegnung und Betätigung für die Menschen. Der ehemalige Bäckerladen, der als Nachbarschaftsladen genutzt wird, bietet eine gute Möglichkeit, außerhalb von „Kirchenmauern“ diakonisch tätig zu sein und andere Menschen anzusprechen.

 

  • Hildesheim-NordstadtHildesheim-Nordstadt
  • Hildesheim-NordstadtHildesheim-Nordstadt
  • Hildesheim-NordstadtHildesheim-Nordstadt
  • Hildesheim-NordstadtHildesheim-Nordstadt



„Kann es uns Christen reichen, mit unserem Glauben unter uns zu bleiben? Wir meinen: Nein. In kultureller Vielfalt zeigt sich die Fülle von Gottes Schöpfung. Deshalb treten wir aus unseren Kirchenmauern heraus. Schön, dass es einen Laden gibt, eine Hütte (Gottes) bei den Menschen!“

Christiane Tjaden, Pastorin


 

Aktivitäten

Den Nachbarschaftsladen nutzen zurzeit verschiedene Gruppen: Kreativgruppen, selbst organisierte Nachbarschaftsinitiativen, interreligiöse Begegnungen, Gemeindegruppen, generationsübergreifende Schulprojekte etc. Aus dem Ladenteam heraus gibt es regelmäßig das Angebot eines Elterncafés und eines Cafés der Offenen Tür. Bürosprechstunden werden an drei Tagen vorgehalten. Es hat sich ein Büroteam gegründet, das die Mitarbeiterin (gering beschäftigt mit 4 Stunden/Woche) in der Vermittlungsstelle unterstützt. Auf Initiative des zeitreich-Teams werden spezielle außenwirksame Begegnungsanlässe geschaffen, um den Laden und die Nachbarschaftshilfe bekannt zu machen. Alle 14 Tage findet ein Treffen aller Mitarbeitenden statt, in dem die Belange des Ladens und der Nachbarschaftshilfe besprochen und geplant werden.

 

Perspektiven

Wir arbeiten am Aufbau einer Entwicklungspartnerschaft mit dem Ziel der Stärkung der Gemeinwesenarbeit im Stadtteil, der Unterstützung benachteiligter Bevölkerungsgruppen und der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Daneben geht es uns um den interkulturellen und interreligiösen Austausch.

Der Nachbarschaftsladen soll zu einem Netzwerkknotenpunkt für den Stadtteil werden und sich im Quartiersalltag als Veranstaltungsraum für verschiedene Aktivitäten etablieren.

   

Verantwortlich:

Ev. luth. Martin-Luther-Kirchengemeinde Nordstadt-Drispenstedt
Pastor Reinhard Kiparski
zeitreich-Nachbarschaftsladen
Sachsenring 54
31137 Hildesheim
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.diakonie-hildesheim.de

 

Kooperationspartner:

  • Diakonisches Werk Hildesheim
  • Caritasverband für Stadt und Landkreis Hildesheim e.V.

Räumliche Ebene:

Quartier

Einwohnerzahl:

Hildesheim: 103.000
Nordstadt/Drispenstedt: 14.000

Themenbereiche:

  • Vereinsamungstendenzen entgegenwirken
  • Individuelle Talente und Fähigkeiten von Menschen fördern
  • Niedrigschwelliges sozial-diakonisches Angebot im Stadtteil entwickeln

Handlungsfelder:

  • Hilfe zur Alltagsbewältigung für benachteiligte Bewohner/innen im Quartier
  • Forum/Raum für Aktivitäten im Stadtteil, auch für interkulturelle und interreligiöse Begegnungen
  • Partnerschaftliche Netzwerkarbeit im Aufbau der Gemeinwesenarbeit