Hof-Bahnhofsviertel

Wir schaffen Lebensmittelpunkte

LogoDer Grundgedanke des Projektes „Lebensmittelpunkte“ ist, im doppelten Sinne des Wortes einen echten sozialen (Lebens)Mittelpunkt in den Ort zu bringen.

 

     

evangelisch

 

Kirche und Diakonie möchten „Lebensmittelpunkte“ in die vom demografischen Wandel bereits besonders stark betroffenen oder zukünftig bedrohten Ortsteile und Dörfer der städtischen wie ländlichen Regionen von Stadt und Landkreis Hof bringen.
Zum einem soll durch das individuell auf die Bedürfnisse der dortigen Bürgerinnen und Bürger zugeschnittene Angebot verschiedenster Dienstleistungen (Bildung, Soziales, Kultur, Freizeit, Mobilität) wieder ein echter sozialer (Lebens)Mittelpunkt geschaffen werden; dieser ermöglicht zum anderen auch eine Grundversorgung des täglichen Bedarfs.


Dem gemeindediakonischen Ansatz kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Gemeinwesendiakonie will Verantwortung in der und für die Region übernehmen. Kirchliche und diakonische Arbeit werden dabei im Sozialraum vernetzt und gebündelt, gemeinsame sozialräumliche Partnerschaften initiiert und gestaltet sowie Kooperationen mit weiteren Partnern und Akteuren im Sozialraum gesucht. Dabei ist die Zusammenarbeit von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Akteuren unverzichtbar.

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Lebensmittelpunkte verbinden die Ethik des Wirtschaftens mit der Ökonomie des Sozialen und sehen Teilhabegerechtigkeit und Menschenwürde nicht als virtuelle Güter, sondern als Aufgabe und als Ausdruck einer christlich-diakonischen Weltverantwortung („Suchet der Stadt Bestes“ – Jer. 29). Sie möchten Lebensräume gestalten und Arbeitsplätze schaffen.

 


„Gemeindediakonisches Arbeiten im Sozialraum ist Teil der kirchlichen Verantwortung. Es gestaltet die Entwicklung einer Region exemplarisch und aus der Deutung des Evangeliums mit.“
Thomas Persitzky, Pfarrer


 

Aktivitäten

Engagementlotsen sollen Orte der Teilhabe schaffen,
diese mit Leben füllen und diakonisch begleiten.
An den Lebensmittelpunkten der Projektgemeinden
werden die bestehenden vielfältigen Anlässe zum
Treffen genutzt, z. B. um…

  • gemeinsam tätig zu werden
  • gemeinsam zu helfen
  • miteinander zu sprechen
  • Aktivitäten der Kirche und in der Kirchengemeinde
    zu nutzen und mitzugestalten
  • bestehende Nachbarschafts- und Gemeinschaftsaktivitäten
    zu bereichern.

Perspektiven

Mit dem Projekt ist die Hoffnung verbunden, den Zergliederungstendenzen der Gesellschaft entgegen zu wirken und durch strukturelle Impulse die Lebensqualität vor Ort zu erhalten oder zu verbessern. Dabei sollen Sozialraumaktivitäten als gemeinsamer Aktionsraum von Kirche und Diakonie genutzt werden.

 

Entwicklungen

  • Bauschild CAP-Markt StammbachBauschild CAP-Markt Stammbach
Am Standort Stammbach wurde der CAP-Markt umgebaut und saniert. Die Immobilie trägt die Kommune (mit Unterstützung der Städtebauförderung von Bund und Freistaat Bayern: Stadtumbau West), den Lebensmittelmarktbetrieb gewährleistet das Berufsbildungswerk der Diakonie (Ausbildung von lernbehinderten jungen Menschen) und die Treffpunktangebote füllen Kirche & Diakonie vor Ort (zivilgesellschaftliche Strukturen).

   

Verantwortlich:

Diakonie Hochfranken
Jürgen Schöberlein
Klostertor 2
95028 Hof (Bayern)
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.diakonie-hochfranken.de

 

Kooperationspartner:

  • Kirchengemeinde St. Lorenz, Hof
  • Quartiersbetrieb Bürgerarbeit
  • Sozialraumakteure vor Ort

Räumliche Ebene:

Stadtteil (im Verbund mit drei Standorten im ländlichen Raum: Stammbach, Feilitzsch, Konradsreuth)

Einwohnerzahl:

Hof: 46.300
Bahnhofsviertel: 5.200

Themenbereiche:

  • Engagementförderung (Selbstorganisation und Nachbarschaftshilfe)
  • Begegnung, Kommunikation und Freizeitgestaltung im Quartier
  • Armutsprävention durch Förderung des Sozialkapitals
  • Kontaktmöglichkeiten im Erfahrungsbereich von Kirche und Evangelium

Handlungsfelder:

  • Treffpunktangebote „offene Kirche“ im Beziehungssystem Kirche und
    Kirchengemeinde
  • Nachbarschaftshilfen, Einkaufshilfen und Lebensmittelhandel
  • Beschäftigungsförderung


Materialien:

Diakonie Hochfranken: Chancen und Dimensionen der "Lebensmittelpunkte" - Theologische Grundlegung. April 2012 (pdf) »