Kirche findet Stadt - Neuruppin-Südstadt

Neuruppin-Südstadt

ESTAruppin - Bauspielplatz „Wilde Blüte“

 

In der großstadtfernen Schrumpfregion Ostprignitz-Ruppin ist gesellschaftliche und soziale Mitgestaltung nur gemeinsam möglich. Der Verein ESTAruppin, in dem der ev. Kirchenkreis Wittstock-Ruppin seine gemeindediakonische Arbeit bündelt, begreift diakonisches Handeln deshalb primär als Arbeit der Vernetzung und Kooperation. Die Partner sind vielfältig: Handwerk, Bau, Gesundheitsbereich, Landkreis usw. Projekte wie der Bauspielplatz Wilde Blüte sind milieuübergreifend konzipiert. Die zugehörige Werkstatt bringt Langzeitarbeitslose in Beschäftigung und schafft zugleich einen baulichen Output für das Quartier. Zunehmend werden Flüchtlinge stärker in die Projektarbeit einbezogen.

 

  • Montage CaféMontage Café
  • WasserbaustelleWasserbaustelle
  • gottesdienst-KFSgottesdienst-KFS

Folgende Aktivitäten werden entwickelt:

  • Attraktive Spiel-Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche von 6-14 vor Ort und mobil – Integration durch Spiel
  • Interkulturelle generationenübergreifende Begegnung
  • Arbeitsmarktintegration im Rahmen des BiWAQ-Projektes Werkstatt Südstadt – Bereich Handwerk
  • Reparaturcafé „Montage-Cafe“
  • Nachhaltige Bildung (globales Lernen) in Projektangeboten und Ferienfreizeiten – Profilierung als Lernort für Handwerk und Nachhaltigkeit
  • Integration von deutschen und Flüchtlingskindern mit ihren Eltern

 


„Wir stärken Hoffnung und Engagement.“
Stefan Fulz, Projektleiter „Werkstatt Südstadt“



Hauptziele und Inhalte

ESTAruppin e.V. – Einsetzen statt Aussetzen – ist ein regional arbeitender diakonischer Verein des Kirchenkreises. Die geschäftsführende Pfarrerin ist Pfarrerin des Kirchenkreises. Der Superintendent ist geborenes Mitglied des Vorstandes.

 

Wir arbeiten in allen Bereichen eng mit den unterschiedlichsten Partnern zusammen, da unser Grundsatz ist, dass in einer schrumpfenden Region Entwicklung nur in Gemeinsamkeit gelingen kann. Des Weiteren ist uns wesentlich, Angebotsformate zu entwickeln, die für viele unterschiedliche Menschen attraktiv sind, um Verinselungen von Milieus entgegenzuwirken. Wir sind dahingehend regional gut aufgestellt. Von der Phineo AG bekamen wir gerade das Wirkt-Siegel verliehen für unsere landkreisweite Zirkusarbeit.

 

Nächste Etappenziele sind der Ausbau der Arbeit mit Flüchtlingen mit drei Begegnungsorten im Landkreis Kyritz, Neuruppin (Bau- und Abenteuerspielplatz), Wittstock. Hier u.a. Sprachkurse durch Ehrenamtliche, Entwicklung von Beschäftigungsperspektiven (z.B. Catering), aber auch Sensibilisieren für unsere Verantwortung hinsichtlich Fluchtursachen, Ausbau der Entwicklungspolitischen Bildungsarbeit, Werbung für „Faire Stadt, Faire Gemeinde“, Eine Welt-Ladenarbeit.

 

Der Bau-und Abenteuerspielplatz, der 2015 sein zehnjähriges Bestehen feierte, ist wesentliches Zentrum dieser Arbeitsansätze, da hier alle Dinge beispielhaft geschehen. Die Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Bildung und sozialem Status, Alt und Jung, gelingen hier sehr gut. Der Bauspielplatz Wilde Blüte bietet mit seinen vielfältigen Angeboten in einem sozial schwierigen Umfeld im Gebiet der „Sozialen Stadt“ einen attraktiven Begegnungsort. Hier finden Menschen Arbeit, Kinder einen anspruchsvollen Lern- und Freizeitort und Flüchtlinge Unterstützung. Es wird miteinander gelernt, gefeiert, gespielt und einander geholfen. In einem ständigen Lernprozess mit Besuchern und Freiwilligen versuchen wir aktuell, den Gedanken der Nachhaltigkeit zu stärken und damit auch gesellschaftliche Zusammenhänge sichtbar zu machen. Mit unserer Arbeit fördern wir die Integration sowohl von Geflüchteten als auch sozial Marginalisierten und gestalten mit ihnen das Wohnumfeld im Quartier. Es werden z.B. Bänke gebaut, Bordsteine abgesenkt und Bürgergärten geplant. Die Förderung des handwerklich-technischen Verständnisses steht im Zentrum von Projektarbeiten und Freizeiten für Kinder und Jugendliche sowie dem Reparaturcafé. Diese Arbeit zielt auf die Stärkung handwerklicher Interessen bei Jugendlichen und Erwachsenen, da hier ein großer Arbeitskräftebedarf besteht.

 

Insgesamt hat der Bevölkerungsschwund im ländlichen Raum Brandenburgs verbunden mit der Abwanderung insbesondere gut ausgebildeter junger Menschen in die Großstädte weitreichende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Zugleich gibt es in die städtischen Zentren, die wie Neuruppin eine gute Infrastruktur im kulturellen, sozialen und gesundheitlichen Bereich vorhalten können, eine Migrationsbewegung aus dem Umland von eher gering qualifizierten und älteren Menschen. Weiterhin nimmt der Anteil an Flüchtlingen im Quartier zu.


Innovative Aktivitäten und Perspektiven

Fachkräftemangel ist sowohl im Handwerk, im Pflege- und Dienstleistungsbereich wie auch im Bereich der höher qualifizierten Stellen zu bemerken. Die Arbeitskraft-Akquise ist eine zunehmende Herausforderung für Unternehmen und Träger. Zusammen mit unseren Kooperationspartnern werden wir deshalb in den kommenden Jahren verstärkt versuchen, das Interesse an und das Verständnis für handwerklich-technische und ökologische Zusammenhänge zu stärken und für die Bevölkerung vor Ort sowie die Ankommenden umfassende Integrationsangebote und Hilfe bei Qualifikation wie Arbeitsaufnahme bieten.

 

Konkret heißt das: Freizeit- und Projektangebote für Kinder und Jugendliche zu handwerklich-technischen Themen (Sonne, Wasser, Licht -> Energie), Mobiler Handwerkskoffer für Schulen ab Herbst 2015, Interkulturelle Arbeit wird gestärkt durch die Mitarbeit von Flüchtlingen und Freiwilligen aus dem Reserveprojekt von Brot für die Welt. Im Montagecafé als Reparaturcafé für Erwachsene findet im Rahmen von BIWAQ mit der Werkstatt Südstadt Arbeitsintegration statt.

 

Nächste Etappen: Planung, Finanzakquise und Bau einer offenen Werkstatt auf dem Gelände des Bauspielplatzes, Ausweitung des Angebotes des Reparatur-Cafés, Qualifizierung und Ausweitung des Projektangebotes zu handwerklich-technischen Themen. Zusammenarbeit mit einer Hochschule. Zielsetzung: Etablierung eines Sozialunternehmens im Bereich Handwerk mit qualifizierender Funktion.

   

evangelisch

 
   

Stadt

Neuruppin

 

Bundesland

Brandenburg

 

Einwohnerzahl

Neuruppin: ca. 32.000

 

Projektträger

ESTAruppin e.V.


Rechtliche Trägerstruktur

Gemeinnütziger e.V., Zusammenschluss von Kirchengemeinden/Kirchenkreis


Ansprechpartner

Stefan Fulz
Projektkoordination Bauspielplatz „Wilde Blüte“
Projektleitung „Werkstatt Südstadt“
Rudolf-Breitscheid-Str. 38
16816 Neuruppin
Tel.: 0151-16687110
Fax: 03391-775413
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www.estaruppin.de

 

Kooperationsstrukturen

  • Kirchenkreis Wittstock-Ruppin
  • Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
  • Internationaler Bund Neuruppin
  • Fontanestadt Neuruppin, Jugendkunstschule, Quartiersmanagement
  • Karl-Liebknecht-Schule, KiTa Kunterbunt, Evangelische Schule
  • Ausbildungs- und Beschäftigungsträger wie AGUS, OSZ, Berufliches Qualifizierungszentrum des Handwerks
  • Wohnungsbaugenossenschaft Neuruppin
  • Galerie am Bollwerk; Ruppiner Kliniken (ÜWH), JFZ e.V.