Stralsund-Grünhufe

Nachbarschaftszentrum in der Auferstehungskirche

Die evangelische Auferstehungskirche wurde von Anwohnern, Kirche und Diakonie zu einem hochfrequentierten Nachbarschaftszentrum in der Plattenbauvorstadt Stralsund-Grünhufe entwickelt.


     

evangelisch

 

Das Nachbarschaftszentrum (NBZ) ist ein Gemeinschaftswerk von Kirche und Diakonie, mit den Anwohnern und für die Anwohner des Wohngebietes. Es basiert auf dem christlichen Menschenbild von der Würde eines jeden und Gottes liebender Zuwendung zu ihm. Strukturiert ist es nach einem Dreisäulenmodell, das auf Jugend, Familie und Nachbarschaft basiert. Trotz einer Laufzeit bis Ende 2011 war das Aufbauwerk in wesentlichen Teilen und teilweise bereits darüber hinaus Mitte 2010 abgeschlossen, so dass die Arbeit in das Quartier hinein längst Alltagswerk ist.


Die verschiedenen Aktivitäten und Projekte des NBZ, der Jugendkirche und der Gemeinde führen die Mitarbeitenden und das Gemeindezentrum seit längerem an Kapazitätsgrenzen. Alle Räume sind multifunktional und mehrfach genutzt. Kirche und Diakonie sind als gestaltende Kraft und Dockingstation für Initiativen deutlich erkennbar, von Anwohnern, Behörden und Wirtschaft angenommen, akzeptiert und wirksam.

 

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Das Wohngebiet Stralsund-Grünhufe, ein Plattenbaugebiet in Randlage mit hoher verfestigter Arbeitslosigkeit, kumulierender Problematik und reich an Kindern und Jugendlichen, ist nicht zuletzt durch die große öffentliche Wahrnehmung der Arbeit des NBZ deutlich aufgewertet. Menschen erfahren Teilhabe, Wertschätzung und Selbstvertrauen. Das NBZ ist ein selbstverständlicher, stark frequentierter Ort geworden und hilft, dem Wohngebiet Profil, Gesicht und auch Geschichte zu geben.

 


„Diese Kirche ist zu einem Stadtzentrum geworden, in dem das Leben immer wieder so brodelt, wie ich es in einer Kirche noch nie erlebt habe.“
Peter Boie,
Geschäftsführer der Stadterneuerungsgesellschaft Stralsund mbH


 


Aktivitäten

Jugendkirche – offene Jugendarbeit, Jugendtreff, Jugendsportinitiative, Kindersport, Breakdance, Tanz, Kinderzirkus, Seniorensport, Mädchenprojekte, Heimstatt von Kinderschutzbund, Umsonstladen, Migrantenchor, Selbsthilfewerkstatt, Bikerstützpunkt, Hilfen zur Erziehung, Gesprächstreff „Aufwärts“, Stadtteileltern. Das NBZ ist Austragungsort für Veranstaltungen, Feiern, Schulungen, Messen und Einsatz- und Beschäftigungsort für Ehrenamtliche, Praktikanten und weitere Arbeitskräfte.

 

Perspektiven

Es wurde eine Kirche besonderer Lebendigkeit und Lebensnähe errichtet; und dies mit den Anwohnern in einem eher kirchenfernen Milieu. Ziel ist es, mit dieser Kirche erhaltend zu arbeiten, diese Arbeit immer weiter zu entwickeln, die Kirche mitten ins Leben zu stellen – als Zentrum der Nachbarschaft, als Sichtzeichen und Orientierungshilfe, um Zugänge zum Leben neu zu erfahren, um Zuflucht, Hoffnung und Heimat Raum zu geben. Nicht nur, um zu hören vom Evangelium, sondern um es auch erleben zu können.

 


Preis Soziale Stadt 2012 für Stralsund-Grünhufe
Das Projekt "Kirche im Wandel - Nachbarschaftszentrum in der Auferstehungskirche. Neuer Lebensmittelpunkt in Stralsund-Grünhufe", eingereicht durch das Kreisdiakonische Werk Stralsund e.V., wurde am 24. Januar 2013 in Berlin als eines von zehn Projekten mit dem Preis Soziale Stadt 2012 ausgezeichnet.

  • Preisverleihung Preis Soziale StadtPreisverleihung Preis Soziale Stadt

 

 

 

 

 

 

 

 


Aus der Laudatio:
"Kirche im Wandel der Zeiten – hierbei wird die Frage zu beantworten sein, welchen Stellenwert die Kirche in unserer heutigen Zeit hat, welche Rolle sie im Gemeinwesen spielen wird. Kirche und Diakonie, gemeinsam mit den Anwohnern haben in der Auferstehungskirche nicht nur eine klare Antwort gegeben, sondern auch Zeichen gesetzt. Unter Einbeziehung vieler ehrenamtlicher Helfer werden für viele Bedarfsgruppen unterschiedliche und vielseitige Angebote vorgehalten. Trotz schwieriger Ausgangslage eines Wohngebiets wird für Jugendliche ebenso eine Angebotsstruktur bereitgestellt wie für Senioren und Migranten.
Durch Beteiligung der Anwohner, ehrenamtliche Tätigkeit und umfangreiche Vernetzungen wird ein Beitrag zur Stabilisierung des Quartiers erreicht. Das Projekt erreicht viele Menschen im Stadtteil und hat insgesamt laut Auffassung der Jury Vorbildcharakter."

   

Verantwortlich:

Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V. (KDW)
Thomas Nitz
Carl-Heydemann-Ring 55
18437 Stralsund
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.kdw-hst.de


Kooperationspartner:

  • Luther/Auferstehungsgemeinde – Gemeindepfarrer
  • Jugendkirche Stralsund
  • Gesprächstreff „Aufwärts“ und Umsonstladen (Gemeinde)
  • Jugendtreff V.I.P.
  • Kids und Stadtteileltern (KDW)
  • Seniorentreff
  • Rechtshilfe mit Anwaltsverein;
  • Seniorensport und Kinderbreitensport mit Sportbund und SV Medizin
  • Kinderschutzbund
  • Deutsches Rotes Kreuz
  • Unternehmen
  • DGB
  • Hansestadt Stralsund
  • Stadterneuerungsgesellschaft Stralsund mbH
  • Bürgerschaft / Verwaltung / Wohnungsunternehmen / Stadtwerke

Räumliche Ebene:

Wohngebiet

Einwohnerzahl:

Stralsund: 57.700
Grünhufe: 6.000

Themenbereiche:

  • Sinnfindung, Orientierung
  • Soziale Infrastruktur, Basis für Ehrenamt und Teilhabe
  • Kultur und Bildung, Sicherheit und Identifikation

Handlungsfelder:

  • Diakonische Hilfen für Jugend, Familie, Nachbarschaft
  • Orientierungshilfe, Mission, Seelsorge, Zufluchtsstätte
  • Aufwertung des Stadtteils, Stadtteilmarketing
 

 

KfS-Leitfaden

Zusammenleben im Quartier

Entwicklungspartnerschaften für lebenswerte Quartiere


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