Veranstaltungshinweise

14.12.2016, Köln: Klosteranlagen in der Entwicklung zu gemeinschaftsorientierten Wohn- und Erlebnisräumen

Die Schließung, Umwidmung und Umnutzung von Kirchen ist bereits seit vielen Jahren ein Thema, das nicht nur in den Medien präsent, sondern für die Menschen vor Ort erlebbar ist. Das Leben der Patres und Schwestern in den Klöstern ist hingegen weniger präsent – vor allem wegen sinkender Mitgliederzahlen:
 
„104 männliche und 332 weibliche Ordensgemeinschaften gibt es zurzeit Deutschland. Tendenz: stark sinkend. Die Anzahl der Ordensfrauen hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als halbiert von circa 38.000 auf 17.000. Und in den nächsten 20 Jahren rechnet die deutsche Ordensoberenkonferenz nochmals mit einem Schwund von rund 50 Prozent.“ (Deutschlandfunk vom 9.12.2015)
 
Hinter diesen Zahlen verbergen sich nicht nur die Probleme von stark verkleinerten, überalterten Gemeinschaften ohne Nachwuchs mit oft ungewisser Perspektive. Es geht auch um traditionsreiche Gebäude und Liegenschaften, in denen die Klosterbrüder und -schwestern viele Jahrzehnte gelebt und gearbeitet haben, wo es gilt, eine neue Nutzungsperspektive zu finden.
 
Im Seminar werden Beispiele einer erfolgreichen Umwidmung und Neugestaltung von Klostergebäuden und -arealen vorgestellt und die notwendigen Beteiligungsprozesse bei der Entwicklung von Zukunftskonzepten sowie die bauliche und wirtschaftliche Umsetzung beleuchtet.